DimitraSaloniki's Blog

Dimitra in Saloniki

Polizei stürmt in die Uni 11. Dezember 2009

Einsortiert unter: 1 — dimisaloniki @ 2:03 pm

Die Demo, an der ich teilgenommen habe, war friedlich. Viele SchülerInnen und StudentInnen aus ganz Thessaloniki haben sich versammelt und laufen recht rasch ihren Demoweg. Danach löst sich der Zug auf.

Hungrig wie ich war, bin ich dann erst mal in die Unikantine der Aristotelesuniversität gegangen, das Essen ist dort nämlich umsonst! Auf dem Rückweg gehe ich an ca. 100 Studierenden vorbei, die sich in einer Traube vor dem Politechnio versammelt haben. Neugierig geh ich mit meinen 2 Begleiterinnen hin und wir vernehmen ein Gerücht, dass irgendjemand irgendwo einen Stein in eine Scheibe geschmissen hat. Nach wenigen Minuten rast eine Polizeisondereinheit, die auf Motorrädern unterwegs ist, vorbei. Panik bricht aus, die Gruppe stürmt durch das Tor in den Innenhof. Die Sondereinheit kehrt zurück und steht erst mal vor verschlossen Toren, während die Studierenden und ich zum Eingang der Uni reinen. Erwähnt werden muss hier, dass Unis Asyl genießen, das heißt in Griechenland ist es Polizisten und Militär untersagt Unigelände zu betreten. Diese Regelungen ist auf die Erfahrungen der Juntajahre von ’67 bis ’74 zurückzuführen.

Anyway, die zurückgekehrten Polizisten fangen an Tränengas in den Vorhof zu schmeißen, einige bekommen es ins Gesicht, alle in die Atemwege. Blitzschnell hatten wir alle einen Schal vor dem Mund, hat leider nichts gegen das Brennen beim Einatmen geholfen. Mit geschlossen Türen standen alle erst  im Gang und wirres Diskutiere setzte ein, was jetzt getan werden muss. Richtig Panik ist dann ausgebrochen, als die Polizisten über den zaun gestürmt sind und in den Hof rein, wir sind dann alle verstreut in die Uni reingerannt, jeder woanders hin.

Aber die Lusf im ganzen Unigeäude war noch Tränengas getränkt. Eine halbe Stunde haben wir drinnen verbracht, als wir festgestellt haben, dass die Polizisten verschwunden waren.  Letztendlich haben es alle zum Hinterausgang rausgeschafft und nach kurzer Diskussion eine Spontidemo in Bewegung gesetzt. Einige junge Männer haben sich goße, breite Holzstöcke geholt, was sie damit noch angestellt haben, wollte ich liebe nicht wissen. Denn ich bin dann abgehauen. Den Eindruck von griechischen Demonstrationen und griechischer Polizei nehme ich aber gerne mit.

 

Griechenland ist unzufrieden 11. Dezember 2009

Einsortiert unter: Allgemeines — dimisaloniki @ 1:31 pm

Am letzten Sonntag hat die ganze Nation getrauert, nachgedacht und wütend festgestellt, dass sich seit dem letzten Jahr nichts verändert hat. Die Zehntausend, die da auch diesen Sonntag und Montag auf die Straßen gegangen sind hatten da nicht nur die willkürliche, blinde Gewalt eines Polizisten im Kopf, der vor einem Jahr einen 15-jährigen erschossen hat.

Zum einem kritisieren sie natürlich die griechische Polizeit, die völlig berwaffnet, oft völlig willkürlich handelt. Ich war am Montag auf der Schüler und Studentendemo und die häufigste Parole lautete „Bullen, Schweine, Mörder“. Viele machen sich Sorgen, dass der Polizist, der Alexis (diesen Namen verwendet jedeR hier, als wäre der Junge ein enger Freund gewesen) erschossen hat, recht glimpflich davon kommen wird, wenn sein Prozess Mitte Januar startet. Grund dazu gibt ein öhnlicher Vorfall aus dem jahre ’85, bei dem ebenfalls ein jugendlicher durch den Schuss eines Polizisten umgekommen ist. Der Beamte musste schließlich für 8 Monate ins Gefängnis dafür.

Viele tiefer wiegt jedoch die große Unzufriedenheit mit so ziemlich allen, aber sehr wesentlichen Dingen. Die Schulen bilden nur schlecht aus, alle Kinder hier gehen nachmittags und am Wochenende zusätzlich auf Privatschulen, so stehen griechischen SchülerInnen im internationalen Vergleich am meisten unter Stress. Die Jugendarbeitslosigkeit ist mit einer der höchsten in Europa, die Lebenshaltungskosten so hoch wie nie, Korruption macht vieles ungerechter, das griechische Rekorddefizit zwingt die Regierung zu Sparmaßnahmen und und und

 

My Beauty, Θεσσαλονίκη 3. November 2009

Einsortiert unter: Allgemeines — dimisaloniki @ 11:36 am

„Ooooo oooo oooo oooo

omorfi Thessaloniki

ooooo oooo oooo oooo

ta magika sou vradia nostalgo“

hat schon Tsitsanis, einer der größten griechischen Musikers des 20ten Jahrhunderts, gesungen und übersetzt heißt das ganze so viel wie:

„Ooooo oooo oooo oooo

schöönes Thessaloniki

ooooo oooo oooo oooo,

ich sehne mich nach deinen magischen Abenden“

(Hier eine Version von Glykeria mit einigen Impressionen aus der makedonischen Hauptstadt

http://www.youtube.com/watch?v=m-ywJE2Ctqs )

Tsitsanis hat aus der Athner Sicht geschrieben; man sagt auch: in Athen lebt man, Thessaloniki liebt man. Tatsächlich schimpfen viele Griechen und Griechinnen über ihre Hauptstadt, „Chaos“, „dreckig“, „viel zu groß“ sind die häufigsten Attribute, die ihr zugeschrieben werden. Dass alle drei dieser Eigenschaften zu treffen, kann ich aus eigener Empirie bestätigen.

Thessaloniki ist mit seinen 1,5 Millionen Einwohnern viel übersichtlicher und mit 2 großen Unis, darunter die größte Griechenlands, viel studentischer geprägt. Auch das Klima ist deutlich angenehmer, mitten im Zentrum hat man einen heerlichen Meeresblick, der nicht selten eine erfrischende Seebrise mit sich bringt; gleichzeitig ist die Stadt mit vielen kleinen Parkanlagen und Baumalleen überraschend grün.

Magisch werden die Abende in Thessaloniki, wenn man sie mit „Parea“ (Begleitung von FreundInnen) in einer der unzähligen Ouzerien, Bars und Clubs verbringt, aufgrund der Vielfalt findet man etwas für jeden Geschmack und jede Preisklasse.

Und dass wir bis in den späten Oktober noch 20 Grad und nicht selten mehr genießen können, macht die City noch mehr enjoyable.

Ihr merkt schon, ich bin eine verliebte Thessalonikia geworden und mache gerne Werbung für meine derzeitige Heimatstadt. Im nächsten Blogbeitrag plane ich euch auf eine genauere Tour durch Thessaloniki zu entführen.

 

Aber jetzt…..Part II 2. November 2009

Einsortiert unter: Allgemeines — dimisaloniki @ 10:48 am

Aus Bad Ischl zurückgekommen sind alle Griechen schnellstmöglich in ihren Herkunftsort gefahren um zu wählen. Die Wahlen zum Parlament sind wie Erwarten zugunsten der PASOK, den griechischen Sozialdemokraten ausgefallen. Die Grünen sind leider auch diesmal nicht reingekommen sondern mit ca. 2,5 % knapp durch die 3%Klausel gerutscht.

Am selbigen Tag hat mich die liebste Bea eine gute, alte Freundin aus Nürnberg besucht. Wir haben die letzten heißen Tage bei 28 Grad gut ausgenützt und sind an den Strand gefahren oder haben im Park am Weißen Turm nach einer Shopping oder Sightseeing Tour in der Sonne gechillt. Obwohl wir beide rumgekränkelt haben, sind wir feiern gehen und haben das reiche Nachtleben Thessalonikis erkundet.

Jedes Mal, wenn ich Besuch aus Deutschland oder von anderen EVS-Freiwilligen, bekomme, verliebe ich mich ein Stückchen mehr in Thessaloniki. Weil beim Vorführen meiner Stadt entdecke ich selbst immer wieder Neues. Man darf auch nicht vergessen, dass Thessaloniki eine 1,5 Millionen Metropole ist und viel zu bieten hat.

Nach Beas Besuch hatten wir einen Wechsel in unserer WG. Pawel und Leri sind am 15.Oktober wieder in ihre Heimatländer gefahren und an ihrer statt wohnt bei uns jetzt Alberto aus Italien.

Mir fehlen die beiden schon sehr, von Pawel fehlen mir vor allem die guten Gespräche die wir Abends beim Bier geführt haben und Leris herzliche, warme Art fehlt mir genauso. Nach 4 Monaten enger Wohngemeinschaft, unsere Wohnung ist ja recht klein, und gemeinsamen Reisen wächst man doch zusammen. Alberto hab ich natürlich gleich die Schönheit Thessalonikis nahe gebracht und ich merke nach 3 Wochen seines Aufenthalts hier, dass er sehr zufrieden ist.

Und wenn ich die letzten Wochen in Thessaloniki nicht ausgegangen bin, dann war es weil ich nicht in Thessaloniki war sondern wieder mal ein bisschen verreist bin. Am Wochende war ich in Ioannina, eine 75.000 Einwohner-Stadt in den Bergen an einem idyllischen, völlig vergiftet See gelegen und mit ausgeprägten Nachtleben (40.000 Studenten beherbergt die Stadt nämlich auch). Da es eine sehr Arbeitnehmerfreundliche Woche war, denn der 26.Oktober war ein Monat. Am 26.Oktober habe ich Namenstage und ganz Thessaloniki feiert seinen Stadtheiligen, den Heiligen Dimitrios, sowie den 28.Oktober, der griechischer Nationalfeiertag auch bekannt als ochi- oder Nein-Tag. Sodass viele 5Tage am Stück freihatten, das habe ich genutzt um den ganzen Nationalismus und Schülern im Gleichschritt zur Nationalhymne marschierend nicht ertragen zu müssen und bin ins Dorf meines Vater gefahren und hab dort ein paar sehr ruhige Tage verbracht.

Und die ganzen letzten Tage bin ich natürlich morgens ins Büro und Abends weggegangen, das beste war die Eröffnungersamusparty, groß, günstig und gut geeignet um neue Leute kennen zu lernen. Perfetto!

So das war nun eine kurzer Überblick darüber was ich die letzten 1,5 Monate getrieben habe, es kommt sicher noch mehr.

Küsschen
Dimitra

 

Aber jetzt…… Part I 2. November 2009

Einsortiert unter: Allgemeines,Auf Tour — dimisaloniki @ 10:45 am

Und schon wieder wäre es an der Zeit mich zu entschuldigen. Entschuldigen bei meiner kleinen aber dafür um so treuereren LeserInnenschaft, der ich nicht wie oft genug versprochen regelmäßig über meine Abenteuer in Thessaloniki berichte. Je länger die Abstände, in denen ich schreibe, werden, umso länger werden meine Entschuldigungen, daher lass ich es einfach dieses Mal mit der Entschuldigung in der Hoffnung, dass ich meinen nächsten Eintrag früher poste. Anscheinend wirkt nämlich schlechtes Gewissen bei mir kaum bis gar nicht.

Kurze Zusammenfassung, was ich die letzte Zeit getrieben habe:

Zunächst einmal war ich in Österreich auf einem Jugendaustausch (23.09. – 3.10.). Der Jugendaustausch fand statt zwischen einer Gruppe aus dem schnuggligen Bad Ischl in Oberösterreich, einer polnischen, einer italienischen und einer Gruppe aus Thessaloniki, nämlich dem Jugendzentrum in dem ich arbeite.

Der Titel des Youth-Exchanges war Against Indifference – How Young People Act. Beinhaltet waren darin zum Einem inhaltliche Workshops zu den Themen Rassismen, Xenophobie, Menschenrechte, Asyl und Zivilcourage. Nach einer inhaltlichen, kurzen Einarbeitung durften wir das Besprochene künstlerisch umsetzen, illustrierend, malend oder Theater spielend.

Die theoretischen Workshops fand ich eher langweilig, weil für mich nichts neues dabei war und mich mit den meisten Themen schon genug beschäftigt habe, dennoch waren sie wirklich gut!

Bei den Kunstworkshops war ich in der Malgruppe, die extrem relaxt war. Prinzipiell waren die Workshopleiter aaaalle fantastisch und konnten uns mitreisen.

Anyway, das coolste bei Austauschen sind ja zugegebenermaßen nicht die Inhalte, sondern das Zusammentreffen von vielen jungen Menschen aus ganz Europa. So hatten wir auch National Evenings, bei denen jede Ländergruppe einen Abend hatten um die Kultur aus ihrem Land vorzustellen und unsere Vorstellung war natürlich die Beste! Wir haben keine Kosten und Mühen gespart und einen ganzen National Day daraus gemacht, beginnend mit einem kühlen Frappe am Morgen bei denen wir gleichen die Einladungskarten für die am Abend anstehend Big, Fat Greek Wedding. Ja, es wurde geheiratet! Ich hab geheiratet! Groß inszeniert, mit allem drum und dran, Kirche, Priester, die griechischen Bräuche, die es schon seit Jahrhunderten gibt und die anschließende Party mit griechischem Büfet und viiiiiel Tanz und Wein.

Gleich auf Facebookgepostet habe ich auch die ersten Glüchwünsche bekommen und es ist schon erstaunlich, dass Leute alles glauben, was aus Facebook steht. Eine „I am so excited to get married“ Statusnachtricht an einem Dienstag-Morgen reicht aus um einige Glückwünschen prompt an die Wall gepostet zu bekommen, jedenfalls mich hats gefreut.

Ansonsten sind wir viel weggegangen und haben viel Bier getrunken, was für mich im Vergleich zu Thessaloniki in Bad Ischl echt spott billig war und haben uns mit Wehmut von unseren vielen neuen Freunden verabschiedet. Dass ich nächstes Jahr mal nen Abstecher nach Trieste mache, steht schon fest.:)

Nun ein paar Pics vom Austausch:

Auf dem Weg nach München, und dann weiter nach bad ischl

Biertheoretisch wurden wir natürlich auch eingearbeitet

Am Ende des Austausch wurde das Meisterwerk unserer Theatergruppe im Lehar Theater in  Bad Ischl vorgeführt"Hochzeitsgäste" und "Brautpaar"

 

Midterm Review EVS 22. September 2009

Einsortiert unter: Allgemeines — dimisaloniki @ 11:05 am

Nachdem ich von verschiedenen Seiten dazugedrängt wurde mal wieder was auf meinen Blog zu posten, mach ich dies nun. Ich weiß, es sind gefühlte Jahre her, dass ich den letzten Aeintrag geschrieben habe und eigentlich ist es ja auch gar nicht so schwer, nur wenn man hohe Ansprüche an sein eigenes Werk hat, lässt man sich nunmal lieber Zeit. Allerdings sind meine Leser und Leserinnen wohl eher bescheidenerer Natur, sodass ich nun versuche häufiger von meinen Abenteuern und Nichtabenteuern zu berichten.

Am 15.September, und das ist nun auch schon einige Tage her, habe ich Halbzeit meines Freiwilligendienst gefeiert. Es sind also keine 3 Monate mehr bis ich wieder in Deutschland bin oder um es positiver auszudrücken, ich hab schon 3 Monate Griechenland erleben dürfen.

Nachdem ich aus Kreta wieder zurückgekommen bin, hatte ich auch endlich wieder etwas zu tun.

Wir hatten einige Feste, zunächst ein Fest mit allen Teilnehmern der Austauschseminare, an denen unser Jugendzentrum dieses Jahr teilgenommen hat, sowie ein Musikfestival, bei dem wir jungen Musikgruppen aus Evosmos die Möglichkeit gegeben haben sich zu präsentieren.

musikfestival

Außerdem habe ich in einem Kindergarten angefangen, in dem ich etwas, wirklich nur ganz wenig, Englisch unterricht gebe, indem ich einfach ein paar Liedchen mit ihnen singe.

Ansonsten darf das Rumreisen diesen Monat auch nicht fehlen, denn der European Volunteer Service wird intern auch gern mal European Vacational Service bezeichnet. Sowar ich mit meinem Mitbewohner Leri in Trikala und Meteora, wo wir bei meinem Halbgriechen-Kollegen Andreas aus Nürnberg bleiben konnten und sind hinterher nach Evia, einer Insel nödlich von Athen, getrampt, wo Leri und ich eine Bekannte besucht haben, die Bioseifen herstellt und in einem schnuggligen Haus mitten im Wald mit ihrer Familie wohnt und einer der herzlichsten, offensten Menschen ist, die ich je getroffen habe!

die meteora felsen

und mitten drin ein Kloster

in Evia mit Elena

immergrünes Evia

Nun bin ich wieder in Thessaloniki und bereite mich schon wieder auf meine nächste Reise vor. Diesmal geht es raus aus Griechenland und zwar nach Österreich. Vielleicht hatte ich schon mal erwähnt, dass das Jugendzentrum, in dem ich arbeite auch an EU-Jugendaustauschprojekten teilnimmt und Jugendliche aus Evosmos in alle möglichen Teile Europas versendet. Recht kurzfristig kann ich nun an einem solchen Austauch teilnehmen und sogar noch Group-Leader sein. Thema wird sein Zivilcourage/Menschenrechte/Migration in Verbindung mit einer Menge Theater. Also genau das richtige für mich:) Ich werde auch sicher darüber noch bloggen, das heißt ich verrate jetzt mal nicht zu viel.

Aber soviel zu dem, was ich die letzten Wochen getrieben habe.

Wie blicke ich denn auf die erste Hälfte meines EVS zurück:

Insgesamt positiv. Viele neue, tolle Leute kennengelernt, schöne Orte gesehen, Abenteuer erlebt, aber sich auch neues dazu gelernt, zumindest mein Griechisch ist besser geworden. Leider hab ich im Allgemeinen wenig zu tun, wodurch ich mich auf der einen Seite unterfordert fühle, auf der anderen Seite aber jede Menge Zeit für mein liebstes Hobby, das Reisen, finde. Glücklich bin ich vielleicht auch, weil ich gerade dem ganzen Wahlkampfstress entflohen bin und noch glücklicher, dass ich mir das ganze Abi/Abschiedsgeschwafel erspart habe, indem ich kurz nach meinen Prüfungen einfach abgehauen bin.

Ich freue mich nun auf weitere 3 Monate, in denen ich sicher mehr zu tun habe, weil nun Herbst ist, einige Besucher empfangen werde (Bea aus Nbg und Fabian aus Muc), weggehen kann, noch mehr Griechisch lernen werde, jeden freien Tag zum rumreisen nutzen werde und sowieso einfach die Welt genießen.

 

How to be massivly stupid and lucky at the same time 28. August 2009

Einsortiert unter: Auf Tour — dimisaloniki @ 9:48 pm

PsiloritisLocation: Mainland of Crete, Highest Mountain 2456m

Normally these are stories I used to hear from local radio stations or unknown community newspapers until it happend to me this monday. Crete is actually a very diverse island, it has beaches, old culture stuff, churches, gorges and a high mountain. This mountain called Psiloritis is about 2500 meters high and can be climbed by a path taking you up to the top, which takes theoretically four hours. So this would have been our day’s excursion. “We“ means 2 boys, Ollie and Bryn, and 2 girls, Becky and Alexandra, all volunteers from the Archelon camp and myself. As we knew that organisation is everything, we just planned it the very morning we wanted to leave the camp.

So after morning shift we started to think about taking a car, packing stuff and checking the way to our destination, located circa 40 km south from Rethymno in the mainland of Crete. Finally we arrived the village Fourfouras at 2 p.m., where a footpath started. There was something like a footpath taking us through goats pen and without any signs. Sun was burning down on our heads and after an hour of walking the two guys, Ollie and Bryn, decided to go off the path instead of following the proper, promising path and at this point the reader starts to understand the allusion of the title. Without thinking twice the idea we said „OK, let’s meet at the top.“ and we, the girls followed the path ending at some point and were forced to climb some crappy, dangerous rocks until we got back to the path. Because we lost a bit time we just made it to a refuge, quite close to a mountain, where we found some people with a pick-up taking us down to the village so we could make it in time before sunset. As we could not meet at the top, we were fulfilling plan B that was meeting at the car.

But  it became darker and darker, but the boys were not appearing. As it came to be 10p.m. We started seriously worrying, because the boys had neither any cellphone, nor light, food or warm clothes with them so were probably stuck on the mountain on a freezing night and a strong wind blowing. Therefore we decided to call one of the campleaders, who called Maria the Greek project coordinator, who called the police. We were told to wait in the car for the police, started freezing and to play randomly a guitar just not to think of what might happen to them. Then the mayor appeared bringing us to his petrolstation 300 meters away from our parking place, where half of the village came together. The mayor, his family, some unknown men and a priest. I was telling all the story to the mayor feeling very embarrassed about this unbelieving stupidness starting to hike in the afternoon without any supply. After each 2 sentences the mayor repeated them again to the people surrounding us but a lot louder. Finally after two hours the policeman of the neighbouring village arrived forcing me to tell the whole story again. All people were asking again and again „But do they have a cellphone with them? Or any light?“ Obviously they could not understand this lack of common sense.

At around 1 a.m we started the search mission building 2 groups: one the policeman, 2 village men and me, and the other the mayor and man from the village looking for one tall, thin blond guy and another blond short one, hanging out in some wind protected corner or one of the many cottages surrounding the mountain.

At 2 am they were found by the mayor, sitting between bushes, and covering themselves with a wet towel, unable to walk any further because of the lack of lights or shoes on their feet! They started shouting, when they saw the car stopping at a nearby cottage and needed 1 hour to climb down to the car, their way lit by the mayor. Picking up the other girls sleeping in our rented car, we got to the health center finding Ollie with one shoe and a towel around his second foot, and laughing. On the one hand I was so glad to find them safe and well, on the other hand a I felt this slight need to slap him into his face for being so cool. As they told us, they reached the top in the evening and started to climb down at about 7pm. Then they just could not see anything and spent the night between bushes, freezing, laughing and singing.

The village was very helpful and we got the slight impression that they really enjoyed having some adventure going on in their sleepy place.

 

Wo die Götter schön wohnen 23. August 2009

Einsortiert unter: Auf Tour — dimisaloniki @ 5:50 pm

Nach langer Verzögerung folgt nun der Erlebnisbericht von meiner Olympbesteigung. Defintiv zählt der Olymp, wobei es sich eigentlich nicht nur um einen Berg handelt sondern um mehrere mit mehreren Gipfeln, zu den schönsten Orten Griechenlands. Bilder vom Olymp sehen allerdings sicher nicht wie das typische Griechenland-Postkartenmotiv mit blauem Meer und weißen Häusern aus, eher alpin wirkt das Panorama. Und dass ich in den Tagen zwischen dem 31.Juli und dem 2.August auf subtropischen Breitengraden einen Pulli brauchen würde, hätte ich vorher auch nicht geglaubt. Aber gut vorbereitet machten wir uns am Freitag Mittags los. Etwas naiv in der Annahme, dass wenn wir mit dem Zug zur Haltestelle „Litochoro“, ein Dorf am Fuße des Berges, aussteigen auch in Litochoro ankommen, waren wir allerdings doch. Und da vom Bahnhof, der ca. 6 km vom Dorf entfernt ist, nur eine Schnellstraße ohne Fußgängerweg in den Ort führt, bleibt einem fast gar nichts anderes übrig als zu trampen. Aber Gott sei Dank sind griechische FahrerInnen hilfsbereit und so haben wir es via Autostopp bis nach Prionia geschafft, einem etwa 18km von Litochoro entfernten und auf 1100m gelegenem „Ort“. Dieser Ort besteht aus einem Parkplatz und einer gutbesuchten Taverne. Dort konnte es dann losgehen mit der richtigen Wanderung. In cira 3,5 h legten wir 1000 Höhenmeter zurück und kamen schließlich geschafft aber beeindruckt von der Landschaft und der entzückenden Flora und Fauna und überrascht wie kalt der Wind doch weht auf der Schutzhütte A an. Den ersten Tag verbrachten Jakob und ich also damit den Weg zur Schutzhütte zu erklimmen, wo wir völlig fertig, als um 22 Uhr Zapfenstreich war – haargenau wie auf bayerischen Berghütten (Alpenvereinsmitglieder bekommen im Übrigen Rabatt) – ins schnell aufgebaute Zelt fällt. Leider hatten wir keine Isomatte dabei, so kamen wir bei 10 Grad Nachttemperaturen leicht ins Zittern. Der zweite Tag begann damit, dass wir uns rechtzeitig bei Sonnenaufgang aus dem bequemen Bett begaben um nach dem Frühstück mit einem anderen Paar aus Niedersachsen den Gipfel zu erklimmen. Ich muss hier nochmal daran erinnern, dass es mehrere Gipfel gibt: Der Mytikas mit seinen 2917m gilt als der höchste Punkt Griechenlands, ist allerdings nur mit richtiger Kletterausrüstung zu besteigen. Der zweithöchste „Skolio“ zählt ganze 2904 Höhenmeter und ist zu Fuß mit guter Anstrengung in 4h hin und zurück machbar. Erschöpft erreichten wir diesen und trugen uns ins Gipfelbuch ein. Auf dem Weg folgte uns ein wilder schwarzer Hund, der sein Interesse dann aber auf die auf einem Nachbahrgipfel laufenden Gämsen  richtete. Während Moritz und Anna weiter ins Tal gewandert sind, machten wir uns danach einen schönen Tag um für den Abstieg am Sonntag morgen fit zu sein. Und das war genau richtig. Denn die ersten 2 h hinunter nach Prionia sind wirklich noch angenehm. Doch wir konnten natürlich nicht genug bekommen, so sind wir in circa 6 Stunden weitere 1000 Höhenmeter durch die atemberaubende Ennipeasschlucht gewandert. Auf und ab geht es über Stock und Stein und es treibt einem den Schweiß ins Gesicht, doch man wird belohnt: Mit dem kühlen Bergfluss Ennipeas, der immer wieder kleine Stauungen bildet, die zum hineinspringen und verweilen einladen, unberührter Natur, imposanten Felsenlandschaft und dem guten Gefühl es nach 8 Stunden Wanderung geschafft zu haben.

Am Abgrund100_1224Mit Powerschoki auf den Gipfel

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Yeah, Chakka, Go! – On Arrival Seminar in Athens 30. Juli 2009

Einsortiert unter: Auf Tour — dimisaloniki @ 7:47 am

Last week’s  „On arrival seminar“ in Athens was about to inform us, to empower us, to inspire us and to teach us Greek culture.

All that happened. Thanks to the great trainers, a great program and great participants from all over Europe.

30 EVS Volunteers were accomodated at a 4 stars hotel in Glyfada in Athens. As I already told it was located 5 minutes away from the beach therefore we went every night for a beachparty and almost every lunch break there. We were observated by a group of Romas (to be political correct) that washed there clothes at the beach shower and some men masturbated at night when we passed their cars in order to get back to the hotel.

To the program: It was the most biorythmic seminar that I have ever visited. With 2,5h lunchbreak, and after each 90 minutes 30 minutes coffeebreak it was fantastic and never gave us the feeling: „uuuuh, again seminar“. A lot of  get-to-know-each-other-games, energizers, group work etc made it all most enjoyable.

At Friday I was very sad to say goodbye, but planned to visit the other volunteers in my free time. And listening to others and their projects I got  really motivated to do something and improve this world:) Extremely naive, I know, but don’t tell me!

Actually there is so much to tell about those 5 days, that I just reduced my report to the very basic infos.
Kisses

 

Sun of a Beach 27. Juli 2009

Einsortiert unter: Allgemeines — dimisaloniki @ 11:03 am

Please read this title with a Greek accent!

Last week there were many possibilities to enjoy the sun of a beach in Athens during my „on arrival seminar“ in Glyfada (that is located right at the sea).

Despite that, „Sun of a Beach“ is the title of a short movie the volunteers at this seminar were told to produce. Divided into groups each containing 6 persons we had the task to make this max. 5 minute film in about 7 hours in Athens. But before that they gave us a catalogue of aspects which we had to include into this short movie, e.g. ancient Greek culture, modern Greek culture, a Greek joke, a real Greek, advertising EVS….

Just have a look at my group’s result:

Unfortunately I cannot upload a video on my blog without paying, so I just implement a rapidshare link.

http://rapidshare.de/files/47958839/sun_of_a_beach.wmv.html

(just click on „FREE“ ;) )

presenting the sun of a beach

 

 
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